Die Hornissen


D I E   H O N R I S S E N   Z U   U N R E C H T   V E R U N G L I M P F T 



Vespa Crabro



Erkennungsmerkmal:
Die Hornisse kann durch ihre Grösse bereits leicht im Fluge erkannt werden. Der Torso ist bräunlich gefärbt

Grösse
Königin bis 40mm
Arbeiterin bis 25mm
Drohne bis 28mm

Die Hornisse ist die grösste in Mitteleuropa lebende soziale Faltenwespe. Sie ist auch das grösste staatenbildende Insekt der heimischen Tierwelt. Durch ihre imposante Erscheinung ist die Hornisse vielen Menschen unheimlich.
Der klassische Ort eines Hornissennestes ist der hohle Baum. Da leider solche Bäume immer rascher gefällt werden, weichen die Tiere schon einmal in Rollädenkästen, Vogelhäuschen aus. Auch ist der ruhige Estrich ein begehrtes Örtchen für die ockerfarbenen und unten offenen Nester. Ein Staat kann bis zu 600 - 700 Tiere zählen.

Hornissen sind ausgesprochen flinke Jäger die sich auf lebende Beute spezialisiert haben. Ein Hornisssenvolk kann schnell einmal 500gr. Insekten pro Tag vertilgen was einem Tagespensum von 5-6 Meisenfamilien oder in 2-3 Tagenen etwa einem 35liter Abfallsack voller Mücken, Fliegen, Bremsen und anderen Insekten entspricht. Da sie als einzige der Wespen auch nachts fliegen können, tragen sie so neben den Fledermäusen auf sehr spezielle Weise zur natürlichen Insektenvertilgung und somit auch zum Gleichgewicht in der Natur bei.

Die Hornissen sind relativ friedlich, werden aber ihr Nest bei Störung (Verteidungungsradius ist je nach Volk 2m bis 6m) oder bei Erschütterungen massiv verteidigen. So ist es z.B. ratsam das Rasenmähen in der Nähe eines Hornissennestes zu unterlassen. Man kann jedoch die Tiere vorsichtig und langsam an den Rasenmäher gewöhnen, so dass das Rasenmähen schon bald toleriert wird.

Der Hornissenstich



Das Gift der Hornissen ist nicht toxischer als das Gift anderer Wespenarten. Der Satz "3 Stiche töten einen Meschen und 7 ein Pferd" gehört weit in den Bereich der Märchen. Die Länge eines Hornissenstachels beträgt ca. 3,4 bis 3,7 mm. Da die Stechborsten im Vergleich zur Honigbiene kleiner sind und die Muskulatur des Stachelapparates stärker ausgeprägt ist, kann die Hornisse ihren Stachel in der Regel wieder unbeschadet aus der Haut von Wirbeltieren herausziehen und folglich mehrfach stechen. Trotzdem kann ein Hornissenstich etwas schmerzhafter als ein Stich von Bienen oder anderen Wespenarten, empfunden werden. Das liegt am sehr hohen Anteil des Neurotransmitters Acetylcholin, einer als brennend empfundenen Substanz welche nur im Hornissengift vorkommt. Bienengift ist beispielsweise bis zu 15fach giftiger als Hornissengift. Um einen gesunden 70 kg schweren Menschen in Lebensgefahr zu bringen, wäre das Gift von mehreren hundert bis tausend Hornissen erforderlich. Ein solcher Fall ist praktisch jedoch unmöglich, da selbst die stärksten Hornissenstaaten nicht über genügend stechende Individuen verfügen. Zudem verursacht der dickere und tiefer, in empfindlichere Regionen, eindringende Stachel ein höheres Schmerzempfinden. Hornissenstiche lassen sich durch respektvollen Umgang beinahe zu 100% vermeiden. Hornissen stechen nur in unmittelbarer Nestnähe nach heftiger Provokation und verfolgen ihre Angreifer höchstens 15 bis 20 m. Im grössten bekannten Fall erlitt ein Mensch 30 Hornissenstiche. Selbst diese Anzahl führt gewöhnlich nicht einmal zu Vergiftungserscheinungen, abgesehen von den Schwellungen und der Schmerzwirkung. Da Hornissen nicht an menschliche Süssspeisen und Getränke gehen, sind auch gefährliche Stiche im Rachenraum unwahrscheinlich. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Risiko für einen Menschen, an Hornissenstichen zu sterben, praktisch nicht existent ist


D A S   N E S T   E I N   K U N S T W E R K 


D E R   S T A C H E L 


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