August

Das Bienenjahr beginnt, wenn im Herbst die letzte Brut schlüpft. Diese Arbeiterinnen werden älter als die Sommerbienen. Sie überwintern mit der Königin. Zu einer Traube zusammengedrängt wärmen sie sich gegenseitig. Im Zentrum befinden sich die Königin. Sinkt die Temperatur im Stock, so erzeugen die Arbeiterinnen durch Muskelzittern Wärme.

Im August beginnt das Bienenvolk mit der Erzeugung der Winterbienen. Die längere Lebensdauer dieser Bienen legt den Grundstein für die nächste Phase, denn sie bleiben physiologisch jung, wodurch sie im Frühjahr in der Lage sind, Tätigkeiten von Bienen aller Altersklassen zu verrichten.
Die gesamte Volksstärke nimmt im August langsam ab. Die Rückentwicklung vom Sommer zum Wintervolk ist von verschiedenen Einflüssen abhängig. Umweltbedingungen und Erbgut bestimmen im wesentlichen die Entstehung von langlebigen Winterbienen.

Durch die Legeleistung der Königin wird für eine grosse Anzahl an langlebigen Winterbienen gesorgt. Die Winterbienen verrichten wenig Stockarbeiten, bevor das Volk in die Winterruhe geht.

Das Auftreten der Varroamilbe ist es für die erfolgreiche Überwinterung von besonderer Bedeutung, dass sofort nach Ende der Honigernte die Völker entmilbt (behandelt) werden.

Nach der Honigernte müssen die Völker aufgefüttert werden. Auf Räuberei ist besonders zu achten um diese Jahreszeit! Zur Förderung gesunder Winterbienen sind eine oder mehrere Varroabehandlungen erforderlich.

In den Monaten des Spätsommers wird das Spättrachtangebot an Nektar und Pollen sowie das Sammeln von Kittharz von den übrigen Arbeiterinnen nach Möglichkeit noch voll ausgeschöpft. Sie Verkitten zudem Zugluft erzeugende Ritzen mit Kittharz oder auch Bienenharz genannt.

Im August endet schliesslich das Bienenjahr, die Völker bereiten sich auf die Einwinterung vor.


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