Februar

Im Februar endet die Winterruhe. Es beginnt ein neuer Abschnitt im Leben des Bienenvolkes. An den ersten wärmeren Tagen beginnt die Bienenkönigin mit der Eiablage. Da die Winterbienen bald sterben und die nachfolgende Arbeiterinnengeneration nicht länger als 40 Tage lebt, muss ständig neuer Brut grossgezogen werden.

An den ersten wärmeren Tagen des Jahres werden Reinigungsflüge vorgenommen. Die Bienen zehren weiter von den Vorräten, bis sie erste Sammelflüge wagen.

Futterkontrolle
Wir nehmen den Deckel ab, blasen ein bisschen Rauch über die Waben, damit sich die Bienen zurückziehen und ziehen dann die äusseren Waben um zu sehen, ob noch ausreichend Futter vorhanden ist. Wenn die Waben weitgehend leer sind, hängen wir entweder vorhandene Futterwaben zu oder legen einen grossen Fladen Futterteig auf die Rähmchen oben drauf. Manchmal kann es auch sinnvoll machen, äussere Futterwaben näher an die Bienen heranzurücken.

Im Winter sterben immer einige Bienen, sie fallen nach unten auf das Bodenbrett, eine Handvoll ist durchaus normal. Auf dem Bodenbrett finden wir auch die Deckel der aufgebissenen Futterzellen, all das muss im Frühjahr sauber gemacht werden. Wir verbessern damit die Hygiene im Volk, gleichzeitig nehmen wir den Bienen im Frühjahr viel Arbeit ab, wenn sie nicht jede tote Biene selbst hinausschleppen müssen.

Ammenbienen umsorgen die aus den Eier schlüpfenden Larven und füttern sie mit einem besonderen Futtersaft. Es ist die eiweissreiche "Bienenmilch". Nach 3 Tagen sind die Ernährung gewöhnlich auf "Bienenbrot", ein Gemisch aus Pollen und Honig, umgestellt. Nach sechs Tagen verdeckeln die Ammen die Brutzellen. Die Larven, Maden genannt, wandeln sich zu Puppen und reifen zu fertigen Bienen heran. Die Entwicklung der Arbeiterinnen dauert 21 Tage. Wie Königinnen wachsen sie aus befruchteten Eiern heran. In grösseren Drohnenzellen entwickeln sich die Männchen. Sie schlüpfen nach 24 Tagen. Drohnen entstehen aus unbefruchteten Eiern.


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